Fragen, die der 1969 in Neubeckum (Westfalen) geborene Theaterautor, Regisseur, Schauspieler und Arzt Tuğsal Moğul stellt. Zusammen mit der Initiative 19. Februar, einer Initiative der Angehörigen der Opfer und der Überlebenden, greift er die Ereignisse rund um die Mordnacht auf und gibt damit den Betroffenen das Wort. Also denen, die selbst noch mit Behördenwirrwar und fremdenfeindlichen Ressentiments konfrontiert wurden. Im Rahmen eines Rechercheprojektes versuchen Tuğsal Moğul und die Initiative größtmögliche Transparenz eines völlig intransparenten Ereignisses zu schaffen. Sie bringen die Realität im Rahmen eines Dokumentartheaters auf die Bühne, schaffen so eine würdige Erinnerung an die Tat. Es geht um lückenlose Aufklärung des Geschehens und um eine kritische Betrachtung des Vorgehens der staatlichen Behörden und der Polizei und politische Konsequenzen. Und es geht natürlich um Gerechtigkeit. Für die Opfer und die Hinterbliebenen. AND NOW HANAU will eine veränderte Perspektive auf das Geschehene schaffen und fordert einen gesellschaftlichen Prozess der Reflektion und Konsequenzen. Um diesen Prozess in die breite Öffentlichkeit zu tragen erarbeitete das Produktionsteam eine bühnentechnisch reduzierte Variante der Theaterhausinszenierung, die Gastspiele auch an kleineren Bühnen ermöglicht. Mit dieser mobilen Version ist das Stuttgarter Ensemble am 18.02.2026 zu Gast in Reutlingen.
Wir empfehlen das Stück ab 17 Jahren / gymnasiale Oberstufe.
Pressestimmen
"And now Hanau" hat ein hohes Tempo, die Informationen sind dicht gepackt, eine Mischung aus Gerichtsprotokollen, Aussagen, O-Tönen. Zwischendrin gibt es eine Schweigeminute für die Opfer. Als die Vorführung zu Ende ist, herrscht Betroffenheit“ KONTEXT:Wochenzeitung
„Das Stuttgarter Theaterhaus macht in seiner neuen Schauspiel-Produktion 'And now Hanau' deutlich, wie bitter nötig es ist, daran zu erinnern“ Stuttgarter Zeitung
„Denn dieser unter die Haut gehende Theaterabend zeichnet nicht nur die Brutalität der Tat nach, sondern verleiht auch den Angehörigen der Opfer eine Stimme.“ Stuttgarter Nachrichten
„Es sind viele Tränen geflossen bei den Ovationen im Stehen am Ende.“ Stuttgarter Zeitung
Eine Produktion des Theaterhaus Stuttgart
Mit: Larissa Ivleva , Katja Schmidt-Oehm, Ufuk Oehlerking, Stephan Moos, Irfan Kars
Regie: Werner Schretzmeier
Bühnenbild & Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Dramaturgie: Brigitte Luik
Video: Marcin Wierzchowski
Regieassistenz: Raluca Urea
Bühnenbildassistenz: David Fitzgerald
Kostümassistenz: Christine Lange
Requisite: Beate Mergel
Bühnenbau: Marc Dobmaier
Philipp Jonathan Tewald
Lichtdesign: Mathieu Arnal
Technik Licht: Raphael Recordon; Samuel Schubert
Technik Bild & Ton: Gunnar Hälsig, Joshua Schüder
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag
Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg